Rainer Schade. Scherzgrenzen

Ort:
Sommerpalais Greiz
von:
10. September 2022
bis:
5. März 2023
Die Präsentation zeigt einen Querschnitt des Schaffens als Karikaturist. Dabei sind die Grenzen zwischen Cartoon und künstlerischer Zeichnung häufig fließend. Und noch eine Grenze lotete der Künstler feinsinnig aus – die der DDR-Zensur.

Der 1951 geborene Leipziger gehört zu den prägenden satirischen Zeichnern der späten DDR und der Nachwendezeit. In ihm wurde frühzeitig ein aufmerksamer Beobachter erkannt, der es verstand, mal in subtiler Doppelbödigkeit, mal in konfrontativer Offenheit die Ziele seines Spotts anzugehen. Zunächst als Assistent für Grafik, nach der Wende als Professor für Malerei/Grafik war er an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein in Halle unter anderem für die Grundlagenausbildung im Fach Kunst zuständig. Neben seiner freiberuflichen Tätigkeit setzte und setzt er sich für die Leipziger Kunstszene ein.

Rainer Schade zeichnet mit Bleistift, Sepia oder Tusche, nutzt den Aquarell-Pinsel oder das Airbrush-Verfahren, koloriert, kennt als gelernter Offset-Drucker die Möglichkeiten grafischer Druckverfahren und nutzte originalgrafische Plakate, um die DDR-Zensur bei der Herstellung von Postkarten zu umgehen.

Bereits in den 1980er Jahren war Schade auf den Greizer Biennalen der Karikatur vertreten. Wiederholt wurden Werke für das SATIRICUM angekauft.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über 50 Jahre des satirischen Schaffens, für das wichtige Bildprägungen aus dem Archiv des Künstlers und der Sammlung des Sommerpalais heranzogen wurden.

So wie damals loten Schades Arbeiten bis heute Grenzen aus – Grenzen dessen, was politisch korrekt ist, und Grenzen dessen, was wir in unserer immer noch komfortablen Wohlstandswelt als zumutbar empfinden.

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