Karikaturen entstanden in der DDR in einem besonderen Spannungsfeld. Angesichts einer hohen öffentlichen Wirksamkeit waren sie sowohl Werkzeug der Agitation als auch als Gegenstand der Überwachung. Nicht selten griffen die Zensurmechanismen –vom unmittelbaren Eingreifen der Parteiinstanzen über die Ablehnung durch Redakteure bis hin zur erfahrungsgestützten Selbstzensur. Dennoch hat sich im subtilen Unterlaufen der Grenzen des Erlaubten eine charakteristische Publikum-Kunst-Beziehung entwickelt, zu der es gehörte, „zwischen den Zeilen“ zeichnen und lesen zu können.

Die Ausstellung ist eine Leihgabe der Stiftung Haus der Geschichte in Bonn. Viele der gezeigten Werke befinden sich im Original in der Sammlung des Greizer SATIRICUMs im Sommerpalais.