Der gebürtige Berliner wuchs am Bodensee auf und studierte an der Münchener Kunstakademie. Nach dem Zweiten Weltkrieg knüpfte er an seine Tätigkeit als Pressezeichner an. Das in München erscheinende Satire-Magazin »Der Simpl« nahm ihn unter Vertrag, aber seine oft gegen die Remilitarisierung Deutschlands gerichteten Karikaturen führten 1959 zur Rückkehr nach West-Berlin.

Vom „Eulenspiegel“ angeworben, siedelte er bald nach dem Mauerbau nach Ostberlin über und wurde einer der Stammzeichner des Blattes – nicht ohne kritischer Sicht auf die thematischen Vorgaben »von oben«.

Obwohl Sturtzkopf zwei Jahre vor der Museumsgründung in Greiz starb, gelang es, eine repräsentative Auswahl seiner Arbeiten für das neue Karikatur-Museum zu sichern, darunter auch Arbeiten, die für westdeutsche Zeitschriften entstanden waren.